Kunst trotz(t) Demenz

04.07.2012

Wanderausstellung der Diakonie in der Frankfurter Heiliggeistkirche

„Kunst trotz(t) Demenz“ ist der Titel einer Wanderausstellung, die vom 18. Juli bis 12. August 2012 in der Heiliggeistkirche am Dominikanerkloster Frankfurt am Main, Dominikanergasse, zu sehen ist. Sie startet am Mittwoch, 18. Juli , um 18 Uhr mit einer Vernissage. Die Vorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt am Main, Pfarrerin Esther Gebhardt, Wilfried Knapp, Direktor der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau und Vorstand DWHN, sowie Pfarrer Martin Barschke, Geschäftsführer des Evangelischen Vereins für Innere Mission, werden die Ausstellung eröffnen, Kurator Andreas Pitz stellt die Exponate vor.

Im Rahmen von „Kunst trotz(t) Demenz“ richten zahlreiche zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ihren speziellen Blick auf das Thema. Die Ausstellung umfasst mehr als 100 Kunstwerke von 30 Kunstschaffenden. Die Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Installationen nehmen in verschiedener Art und Weise das Thema Demenz auf. Neben so renommierten Künstlerpersönlichkeiten wie Felix Droese, Candida Höfer, Jörg Immendorff und Günther Uecker sind auch viele Kunstschaffende aus der Region vertreten.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind oft selbst betroffen. In vielen Fällen ist die Erkrankung von Angehörigen und deren Pflege Anlass für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz gewesen. Es wird aber auch Kunst von Demenzkranken gezeigt. Werke von Eberhard Warns, Herbert Zangs und Christian Zimmermann zeigen, wie lebensbejahend Kunst von Menschen mit Demenz sein kann.

„Kunst trotz(t) Demenz“ ist ein Projekt der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau und ihres Stiftungsfonds DiaDem. In Frankfurt wird die Ausstellung in Kooperation mit dem Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main, dem Diakonischen Werk für Frankfurt am Main sowie der Inneren Mission Frankfurt am Main realisiert, gefördert von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Schirmherr ist der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann.

„Neben direkten Hilfen für demenzkranke Menschen und ihre Familien will DiaDem die öffentliche Auseinandersetzung mit der sozialen Dimension von Demenz auf kreative Weise befördern", stellt Wilfried Knapp vom Vorstand der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau das Anliegen dieses Projekts heraus.

 

Öffnungszeiten

Die Ausstellung in der Heiliggeistkirche vom 19. Juli bis 12. August 2012 täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag, 27. Juli,  um 16.30 Uhr, stellen bei einer Kunstführung beteiligte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke vor. Moderator ist Kurator Andreas Pitz.

 

Veranstaltungsreihe

Eine Veranstaltungsreihe ergänzt die Ausstellung. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr, um 17 Uhr findet jeweils eine Führung statt.

Am Dienstag, 24. Juli spricht Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer zum Thema „Demenz und Kommune - wir brauchen einen zivilgesellschaftlichen Aufbruch“.

Unter dem Titel „Mit Demenz leben - Leben mit Demenz“ stellt dann am  Mittwoch, 1. August, der Geschäftsführer der Diakonischen Gesellschaft für Gesundheit und Pflege gGmbH, Frankfurt am Main, Dipl.-Soz. Helmut Ulrich, die spezifischen Angebote der Diakonie Frankfurt am Main vor.

Am Freitag, 3. August , findet unter dem Motto „Am Tisch“ eine Führung und Lesung mit der Künstlerin Inkritt Stoerkel statt.

Am Montag, 6. August, folgt ein Fachvortrag von Prof. Dr. Johannes Pantel zum Thema „Identitätsverlust und Identitätserhalt bei Demenz“.

Beendet wird die Ausstellung am Sonntag, 12. August, mit einem Abendgottesdienst, den der Leiter des Diakonischen Werkes für Frankfurt am Main, Pfarrer Dr. Michael Frase, und Kurator Andreas Pitz gestalten.

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