Jugenddelegierte aus 4 Kontinenten treffen sich im Odenwald
06.06.2012
„Global Youth Village“ eröffnet
Am Montag, 4. Juni 2012, trafen Jugenddelegierte der EKHN-Partnerkirchen aus Asien, Afrika, Europa und den USA zusammen mit EKHN-Jugendlichen in der Jugendherberge in Erbach ein. Von Mitarbeitern des Zentrums Ökumene und etlicher Dekanate wurde ein Programm der intensiven Begegnung vorbereitet. Mit Gesprächen, Singen, Beten und Feiern werden die Jugenddelegierten einander ihren Lebensalltag näherbringen und auch ihre Erfahrungen mit ihren Heimatkirchen teilen. Unter dem zentralen Thema „Veränderungen im Leben – zwischen Globalisierung und Tradition“ haben die internationalen Jugendvertreter ihre Beratungen darüber begonnen, welche Veränderungen ihr Leben derzeit am meisten beeinflussen. Dabei gerieten besonders in den Blick: Wandel in den Familien, Individualisierung von Lebensstilen, Änderungen in den Bildungssystemen, Veränderungen der Geschlechtsrollen. Hinsichtlich ihrer Kirchen, aber auch der Politik forderten die Jugendlichen eine stärkere Integration der jungen Generation. Wenn Kirchen und Gesellschaften mit Sorgen auf die Zukunft blickten, sollten sie sich von den starken Hoffnungen und der großen Motivation junger Menschen anstecken lassen: „Wir können und wir wollen Zukunft gestalten!“ war einer der herausfordernden Sätze einer indischen Jugendvertreterin. So ging es in den Gesprächen auch darüber, wie aus dem christlichen Glauben heraus zur Stärkung von Gemeinschaft, zur Überwindung von Armut und Gewalt beigetragen werden könne, wie auch zur Überwindung von Vorurteilen und Unkenntnis zwischen den verschiedenen Kulturen. Ihre Gemeinschaft erlebten die Jugenddelegierten insbesondere im gemeinsamen Singen und dem Einbringen ihrer Sorgen und Hoffnungen in ihre Gebete.
Ab Donnerstag, 7. Juni, wird das „Global Youth Village“ der internationale Teil des diesjährigen EKHN-Jugendkirchentages in Michelstadt sein. Die Jugenddelegierten aus den Partnerkirchen laden die EKHN-Jugendlichen zu Begegnungen, Gesprächen und Informationen über ihre Länder sowie deren Kirchen und Kulturen ein. Das wird dann auch ganz praktisch geschehen mit Henna-Malen, Tanz und Musik. Die wichtigste Erfahrung aber wird sein, dass der christliche Glaube Menschen aus ganz unterschiedlichen Herkünften, Sprachen und Kulturen verbindet.